4b. Pachtzinsempfehlung des Östereichischen Apothekerverbandes

Pachtzinsempfehlung neu ab 1. Juli 2016

Aufgrund der am 31. Dezember 2015 ausgelaufenen Finanzierungsbeitragsvereinbarung, sowie der im Zeitraum 2016 - 2018 neu zu leistenden AGES-Abgabe in Verbindung mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der öffentlichen Apotheken der letzten Jahre, wird die Pachtzinsempfehlung wie folgt angepasst:

Die Pachtzinsempfehlung lautet ab dem 1. Juli 2016:

  •  3,40 % vom Nettoumsatz mit begünstigten Beziehern exklusive Präparate mit einem AEP größer € 200,- (= Krankenkassenumsatz/Nicht-Hochpreiser) des jeweiligen Wirtschaftsjahres 
  • 0,20 % vom Nettoumsatz mit begünstigten Beziehern, der auf Präparate mit einem AEP größer € 200,- entfällt (= Krankenkassenumsatz / Hochpreiser), des jeweiligen Wirtschaftsjahres 
  • 6,30 % vom Nettoprivatumsatz des jeweiligen Wirtschaftsjahres.

Die neu ab 2016 zu tragende AGES-Abgabe ist von Pächter und Verpächter im Verhältnis 75:25 zu tragen. Anders als der Sondernachlass bzw. Finanzierungsbeitrag (bis 2015) mindert die AGES Abgabe hingegen nicht die Bemessungsgrundlage für die Pacht. 

Für bestehende (nicht auf der jeweils aktuellen Pachtzinsempfehlung beruhende) Pachtverträge wird eine entsprechend analoge Reduktion empfohlen.

Weiterhin ist auch auf die individuelle betriebliche Situation (z.B. regional unterschiedliches Mietzinsniveau, Pachtdauer, atypische Umsatzzusammensetzung etc.) gesondert Bedacht zu nehmen. Die Höhe des Pachtzinses soll unter Berücksichtigung der Miete dem Verpächter eine ausreichende Verzinsung seines eingesetzten Kapitals sowie dem Pächter eine der Betriebsgröße entsprechende Vergütung seiner eingebrachten unternehmerischen Leistung ermöglichen.